Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (Bundesgesetzblatt 2016, 1, S. 396) wurde § 253 HGB angepasst, sodass nunmehr Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten 10 Jahre abzuzinsen sind. Vorher galt ein 7-Jahres-Zeitraum, der aktuell dazu führte, dass die Jahre mit den hohen Zinssätzen nun aus der Berechnung herausgefallen sind. Dies hat in den letzten Jahren zu jeweils deutlichen Anhebungen der Pensionsrückstellungen geführt, die die Unternehmen als Belastung empfunden haben. Damit ist das Problem zwar nicht aufgehoben, aber zumindest aufgeschoben. Steuerrechtlich bleibt es bei der Bewertung nach § 6 a EStG und der Abzinsung mit 6 %, sodass abweichende Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz an dieser Stelle unvermeidbar sind.